Modularten

Das Erscheinungsbild einer NFM Modulanlage ist charakterisiert durch eine gleichbleibende Höhe aller Anlagenteile von 1000 mm (Schienenoberkante) über dem Fußboden, erreicht mit speziellen Holzstützen, einem durchgehenden Vorhang und Klarsichtscheiben auf der Besucherseite, sowie einer einheitlichen Hintergrundkulisse auf der Bedienerseite. Die Länge der jeweiligen Module ist nicht reglementiert. Eine Länge von 1000 mm bei geraden Modulen hat sich als ideal herausgestellt, auch aus Transportgründen. 

Das Hauptthema einer NFM-Modulanlage ist eine zweigleisige elektrifizierte Hauptbahn, auf der artenreine und epochegerechte lange Züge mit bis zu 200 Achsen verschiedener europäischer Bahnverwaltungen verkehren und sich vielseitig beladene Güterzüge mit Bahnbetriebsfahrzeugen und Sondergarnituren abwechseln. Auf Modulen mit Betriebsstellen können alle Situationen der großen Bahn nachgestellt werden. Die Landschaft der Module ist weitgehend dem süddeutschen Raum angepasst, die Ausstattung entspricht den Bahnepochen III – V.

Der praktizierte Modellbau genügt höchsten Ansprüchen, entlang den Strecken sind Kunstbauten wie Brücken, Übergänge, Tunnel und bahntypische Gebäude angeordnet. 

Betriebstechnisch wird zwischen aktiven und passiven Modulen unterschieden, alle Module einer Anlage sind mit einer Zentralleitung miteinander verbunden. Die Zugfolge wird, unabhängig von Form und Größe der Anlage, mit einer Blockstellensteuerung mit analoger Fahrspannung, unterstützt von elektronischen Bausteinen und Kontrolleinrichtungen, sichergestellt.

 

Es  werden folgende Modularten unterschieden:

Standardmodule … stellen ein gerades Teilstück einer ein-, zwei- oder dreigleisigen Strecke dar.
Sie haben bei rechteckiger Form üblicherweise eine Länge von 1000 mm.
Bei Standardmodulen werden die asymetrischen Modulkopfplatten beiderseits spiegelbildlich verbaut. In der Aufsicht spricht man von einer West- und einer Ostseite. Die Südseite ist üblicherweise die Zuschauerseite, die Nordseite die Hintergrundseite.
Außenbogenmodule … sind Bogenmodule, bei denen die Außenseite des Bogens auf der Südseite (zumeist die Zuschauerseite) liegt.
Innenbogenmodule … sind Bogenmodule, bei denen die Innenseite des Bogens auf der Südseite (zumeist die Zuschauerseite) liegt.
Für Bögen sind Mindestradien von 1000 mm im sichtbaren Bereich bei Hauptbahnen bzw. 600 mm bei Nebenbahnen vorgeschrieben. Die Bogenwinkel dürfen im Sinne einer leichteren Planbarkeit von Modulanlagen nur diskrete Werte annehmen, nämlich ganz-zahlige Vielfache von 15° oder 22,5°. Auch Bogenmodule sollten im Außenbogenmaß üblicherweise nicht länger als 1000 mm sein.
Wechselmodule … sind Module, bei denen die Kopfplatten nicht spiegelbildlich, sondern gleichsinnig verbaut sind.
In der Ansicht haben diese Module entweder 2 Westseiten oder 2 Ostseiten und werden entsprechend als West-West-Wechselmodul oder Ost-Ost-Wechselmodul bezeichnet. Wechselmodule haben in der Regel keine festgelegte Zuschauerseite und werden daher oftmals mit austauschbaren Hintergrundkulissen ausgestattet. Wechselmodule können auch im Bogen angeordnet sein.
Adaptermodule … sind Module, die es erlauben, Module nach NFM Norm mit Modulen anderer Normen zu verbinden.
Je nach Aufsicht auf die NFM Kopfplatte unterscheidet man West- und Ost-Adapter. Adaptermodule sind immer Spezialanfertigungen.
Wendemodule … sind die Module zum Abschluss einer ein- oder zweigleisigen Strecke.
Diese können als einfache Wenden lediglich Nord und Südgleis miteinander in einer 180° Wende verbinden, oder auch in Form von komplizierten Schattenbahnhöfen ausgebildet sein. Je nach Aufsicht auf die Kopfplatte unterscheidet man West- und Ost-Wenden.
Signalmodule … sind eine Sonderform der Standardmodule mit einer Länge von üblicherweise 500 mm.
Sie enthalten entweder am Nordgleis oder am Südgleis ein Blockstellen- oder Einfahrsignal, das an die Blockstellensteuerung angeschlossen ist,
Abzweigmodule … sind Module mit 3 Kopfplatten. Kombinationen von 1-, 2- oder 3-gleisiger Strecken-führung sind möglich.
Oftmals enthalten Weichen oder Kreuzungen, die mir entsprechenden Signalen zu sichern sind.
Betriebsmodule … sind alle Arten von Modulen, die einem „Betriebsstellenleiter“ erlauben, aktiv auf den Betriebsablauf einzuwirken.
Standardformen sind z.B. der Bahnhof, der Zugüberholungen, Zugkreuzungen oder Rangierfahrten erlaubt.
Abzweigstellen und betriebsfähige Gleisanschlüsse gehören ebenfalls dazu. Auch ein Bahnbetriebswerk ist eine Betriebsmodul
Text und Bild: Walter Rauffer
Tabelle: Jürgen Lantermann

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